„Inklusion“ für Kinder

  • DIE KITA

Gemeinsam spielen und einander wertschätzen

Neben Inklusionsbeauftragten unterstützen nun auch verstärkt Heilpädagoginnen und Heilpädagogen das Team der DIE KITA-Kindertagesstätten.

Ein Schloss aus Steinen, seine Bewohner sind Prinzessinnen, Ritter und… Apotheker. Alles ganz normal. Auch, dass Marcel’s Hände eben nicht so bauen können, wie die seiner Altersgenossen. Er ist schließlich auch der Architekt. Jeder darf mitspielen.*

„Alle haben die gleiche Chance – inklusives Arbeiten im Kindergarten“, was das bedeutet erfährt Anika Passing jeden Tag aufs Neue im DIE KITA-Kindergarten Kreuzkirche. Definiert wird das abstrakte Wort „Inklusion“ oftmals als Teilhabe von Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten am Alltag – in diesem Fall sind es Kinder.

Für Fachkräfte in Kindertagesstätten bedeutet das konkret, die Bedürfnisse verschiedener Kinder zu erkennen und zu fördern. Gleichzeitig unterstützen sie sie dabei, deren Platz in der Gemeinschaft zu finden, erklärt Anika Passing.
Anika Passings vierjährige, berufsbegleitende Weiterbildung zur Heilpädagogin an der Fachakademie Hof hilft ihr heute dabei, manche Begegnungen und Situationen in der Kindertagesstätte noch besser zu begleiten und bei Bedarf zu unterstützen. Sie beobachtet: Im Alltag spielen Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen miteinander. Sie setzen sich mit dem „Anders-Sein“ auseinander, wobei die Spanne hier von Haarfarben über kognitive Beeinträchtigungen bis hin zur Gehbehinderung reichen kann. „Die Kinder nehmen sich gegenseitig dabei als wertvoll wahr“, so Anika Passing. „Die Auseinandersetzung mit ihrem Gegenüber lässt sie wachsen.“

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für Inklusion in Deutschland stark gestiegen. Es gibt verstärkte Bemühungen, Kinder mit besonderen Bedürfnissen in regulären Umgebungen von Kindertagesstätten zu integrieren. Auch wurden in vielen Ländern gesetzliche Rahmenbedingungen entwickelt oder verbessert, um die Inklusion zu fördern, beobachtet auch Lisa Eckart, Referentin für Qualitätsentwicklung der DIE KITA. Handlungsbedarf bestehe jedoch noch im Ausbau der Barrierefreiheit oder der Bereitstellung von Ressourcen.

Mit den Inklusionsbeauftragten in jeder Einrichtung hat die DIE KITA einen wichtigen Meilenstein hin zu mehr Inklusion geschaffen: Sie fokussieren diesbezüglich alle Maßnahmen und Bemühungen im Alltag und begleiten ihre Kolleginnen und Kolleginnen mit zusätzlichem Fachwissen. Sie arbeiten eng mit dem DIE KITA-Fachdienst zusammen, dem nun auch Anika Passing angehört. Auf diese Weise sorgt ein multiprofessionelle Team in den Einrichtungen für eine bestmögliche Begleitung und Entwicklung aller Kinder: Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sowie Heilpädagoginnen und Heilpädagogen.

Weitere Informationen unter die-kita.de

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